Der Ratgeber zum Thema Klima und Lüftung

Beratung für die Auswahl einer geeigneten Klimaanlage oder einer Lüftungsanlage für Neu- oder Altbau finden Sie hier! Jetzt infomieren!

Vorteile von Klimageräten und Lüftungsanlagen

Die Belüftung der Wohnräume ist ein Thema, an dem Hauseigentümer heutzutage nicht mehr vorbeikommen. Zum einen sind Neubauten mittlerweile so gut gedämmt, dass Fensterlüften allein für den Luftaustausch nicht mehr ausreicht. Zum anderen fordert der Staat von Bauherren die Erstellung eines Lüftungskonzepts gemäß DIN 1946-6. Dabei handelt es sich um einen detaillierten Plan über den Luftaustausch in den Wohnräumen.

Wofür ist die Belüftung wichtig?
Für ein gesundes Raumklima muss in den Wohnräumen ein regelmäßiger Luftaustausch stattfinden. Die Frischluftzufuhr versorgt die Wohnräume nicht nur mit Sauerstoff, sondern reguliert auch die Luftfeuchtigkeit und beugt so einer Schimmelbildung vor. Auch die Raumtemperatur spielt für das Wohnklima eine wichtige Rolle. Gerade im Sommer steigt die Temperatur leicht auf Werte an, die einen Aufenthalt unerträglich machen.

In älteren Gebäuden findet ein Luftaustausch ganz automatisch über die Ritzen und Fugen statt. So entweicht allerdings auch die Wärme und treibt die Heizkosten in die Höhe. Viele Altbauten werden deshalb modernisiert und mit einer luftdichten Dämmung ausgestattet. Was aus Gründen der Energieeffizienz sinnvoll ist, unterbindet zugleich den natürlichen Luftaustausch. Ein durchdachtes Lüftungskonzept ist daher auch in gedämmten Altbauten unverzichtbar.

Klimageräte als Teil des Lüftungskonzepts
Klima- und Lüftungsanlagen unterstützen den Luftaustausch überall dort, wo die Frischluftzufuhr über reines Fensterlüften nicht gewährleistet ist. Zugleich regulieren sie die Raumtemperatur, senken die Luftfeuchtigkeit und tragen so zu einem gesunden Raumklima bei. Hochwertige Geräte sind teilweise sogar in der Lage, im Sommer zu kühlen und im Winter zu heizen.

Klimageräte haben den Vorteil, dass ein Luftaustausch konstant und automatisch stattfindet. So herrscht in den Wohnräumen auch ohne häufiges Fensterlüften ein gleichbleibendes Raumklima. Für Allergiker sind spezielle Klimageräte mit Pollenfilter erhältlich, die die Pollenbelastung in den Wohnräumen spürbar senken.

Klimaanlagen

Bei der Klimatechnik wird unterschieden zwischen Klimaanlagen und Lüftungsanlagen. Wie der Name schon sagt, steht bei der Lüftungsanlage der Luftaustausch im Vordergrund. Klimageräte sind zusätzlich in der Lage, Temperatur und Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft zu beeinflussen und so ein ideales Raumklima herzustellen. Viele moderne Anlagen kombinieren beide Funktionen in einem Gerät.

Welche Klimaanlage ist die richtige?
Klimaanlagen arbeiten ähnlich wie ein Kühlschrank, indem sie dem Raum über ein Kältemittel Wärme entziehen. Zugleich filtern sie die Raumluft und entziehen ihr überschüssige Feuchtigkeit. So entsteht ein frisches, kühles Raumklima unabhängig von der Außentemperatur.

Damit die Wohnräume kühl bleiben, muss die Klimaanlage warme Luft nach außen abführen. Das passiert je nach Art der Anlage auf unterschiedlichen Wegen. Bei einem einteiligen Blockgerät gelangt die Wärme über eine Schlauchverbindung nach außen. Das hat den Nachteil, dass über die Schlauchöffnung kontinuierlich neue Wärme eindringen kann.

Eine effizientere Lösung sind zweiteilige Splitgeräte. Diese bestehen aus einem Innen- und einem Außenteil, die über Rohrleitungen miteinander verbunden sind. Das Innenteil kühlt die Luft, fängt überschüssige Feuchtigkeit auf und führt die Wärme nach außen ab. Im Außenteil befindet sich die Kältemaschine, die das Kältemittel komprimiert und zurück zum Verdampfer leitet. Hochwertige Split-Geräte arbeiten so leise, dass sie auch in geräuschsensiblen Räumen wie dem Schlafzimmer problemlos eingesetzt werden können. Zur Belüftung von mehreren Räumen eignen sich Multi-Splitgeräte, bei denen mehrere Innengeräte an ein Außenteil angeschlossen sind.

Neben fest installierten Klimaanlagen besteht auch die Möglichkeit, ein mobiles Klimagerät einzusetzen. Solche Kleingeräte eignen sich besonders für die flexible Belüftung unterschiedlicher Räume ohne aufwendige Installation. Die Wärme wird per Schlauchverbindung über ein Fenster oder eine Tür abgeführt. Durch diese Öffnung gelangt jedoch ständig neue Wärme in den Raum, weshalb mobile Klimageräte eher als vorübergehende Lösung anzusehen sind.

Besonders praktisch für den ganzjährigen Gebrauch sind Klimageräte mit Wärmepumpenfunktion. Diese dienen an kühlen Tagen auch als Heizgeräte, indem sie der Außenluft Wärme entziehen und diese an die Raumluft abgeben. Wir beraten Sie gern persönlich, ob eine Klimaanlage mit Wärmepumpe für Ihre Immobilie infrage kommt.

Was ist die Kühllast?
Bevor Sie eine Klimaanlage kaufen, sollten Sie sich unbedingt mit dem Thema Kühllast auseinandersetzen. Dabei handelt es sich um die Gesamtwärme, die vom Klimagerät abgeführt werden muss, um das gewünschte Raumklima aufrechtzuerhalten. Die Kühllast setzt sich zusammen aus äußerer Wärme, die durch Wände und Fenster eindringt, sowie der inneren Wärme im Raum selbst.

Wie groß die aufzubringende Kühllast ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem die Raumgröße, Größe der Fensterflächen und die vorhandene Wärmedämmung, aber auch im Raum betriebene Elektrogeräte und weitere mögliche Wärmequellen. Angrenzende beheizte Räume erhöhen die Kühllast ebenfalls, da aus diesen Räumen kontinuierlich neue Wärme eindringt. Kann das Klimagerät die Kühllast des Raumes nicht bewältigen, so ist es auch nicht in der Lage, das gewünschte Raumklima herzustellen.

Wir sind Ihnen gern bei der Berechnung der Kühllast behilflich. Anhand der Ergebnisse berät Sie unser qualifiziertes Fachpersonal, welche Klimaanlage für Ihre Immobilie am besten geeignet ist.

 

 

Lüftungsanlagen

Lüftungsanlagen haben die Aufgabe, in den Wohnräumen für eine kontinuierliche Luftzirkulation zu sorgen. Ziel ist es, ein gesundes Raumklima herzustellen und zu erhalten, ohne dass dabei die gespeicherte Wärme oder Kühle aus dem Raum entweicht. Ein leistungsstarkes Lüftungsgerät ist insbesondere in Neubauten und sanierten Altbauten wichtig, da der erforderliche Luftaustausch hier durch reines Fensterlüften nicht erreicht werden kann. Wir zeigen Ihnen verschiedene Belüftungsmöglichkeiten im Überblick.

Lüftungskonzepte im Altbau
In Altbauten herrscht in der Regel bereits eine natürliche Frischluftzirkulation über die Ritzen und Fugen. Solche undichten Stellen sind jedoch aus Gründen der Energieeffizienz ein Problem, da auf diesem Weg auch ein Teil der Wärme verloren geht. Wird ein Altbau nachträglich luftdicht gedämmt, ist ebenso wie bei Neubauten ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 erforderlich. Dieses hat zum Ziel, den CO2-Anteil und die Feuchtigkeit in der Raumluft auf ein gesundes Maß zu senken.

Ein Lüftungskonzept ist für alle Altbauten vorgeschrieben, in denen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Konkret betrifft das Ein- oder Mehrfamilienhäuser, in denen mehr als ein Drittel der Fenster erneuert wurde. Auch für Einfamilienhäuser mit über einem Drittel erneuerter Dachflächen muss ein Lüftungskonzept erstellt werden. Wir beraten Sie gern zum Lüftungskonzept für Ihren Altbau.

Lüftung im Neubau
Für Neubauprojekte ist ein Lüftungskonzept zwingend vorgeschrieben. Moderne Neubauten werden heute so luftdicht gebaut, dass der erforderliche Mindestluftwechsel über das Fensterlüften allein nicht mehr gewährleistet ist. Was aus energetischer Sicht von Vorteil ist, macht eine durchdachte Lüftungsplanung für die gesamten Wohnräume erforderlich.

Für Bauherren bedeutet das, dass sie sich schon während der Planungsphase eingehend mit dem Thema Lüftung auseinandersetzen müssen. Anders als bei einer Altbausanierung lassen sich dafür im Neubau auch komplexe Lüftungsanlagen wirtschaftlich realisieren, etwa eine zentrale Klimaanlage oder ein Lüftungssystem mit staatlich geförderter Wärmepumpe. Gern beraten wir Sie zu den Möglichkeiten für Ihren geplanten Neubau.

Lüftungssysteme: Zentrale oder dezentrale Lüftung?
Bei fest installierten Lüftungssystemen wird unterschieden zwischen einer zentralen und einer dezentralen Lüftungsanlage. Zentral gesteuerte Anlagen basieren auf einem Klimagerät, das über ein Leitungssystem alle Räume mit klimatisierter Luft versorgt. Hochwertige Lüftungssysteme arbeiten zum Teil mit einer Energierückgewinnung. Das bedeutet, dass sowohl die Wärme als auch die Kühle aus der Abluft wiedergewonnen wird. Dadurch herrscht in den Wohnräumen nicht nur ein konstant angenehmes Klima, sondern die Lüftungsanlage spart auch einen beträchtlichen Teil der Energiekosten.

Dezentrale Lüftungsanlagen eignen sich zur Versorgung von Räumen mit hohem Lüftungsbedarf, allen voran Küche und Badezimmer. Sie lassen sich mit deutlich geringerem Installationsaufwand realisieren und auch in Altbauten unkompliziert nachrüsten. Der Luftaustausch erfolgt über kleine Außenwanddurchbrüche. Dezentrale Klimaanlagen würden bei flächendeckender Installation weniger effizient arbeiten als zentrale Anlagen, können allerdings eine gute Lösung für einzelne Räume darstellen, etwa zur Vermeidung von Feuchtigkeit und Schimmel.

Was ist bei der Planung zu beachten?
Dezentrale Lüftungsanlagen lassen sich in den meisten Räumen unkompliziert nachrüsten. Für die Installation sind lediglich zwei Außenwanddurchbrüche für die Zu- und Abluft erforderlich. Eine zentrale Lüftungsanlage muss jedoch bis ins Detail geplant werden, damit in allen Räumen ein ausreichender Luftaustausch stattfinden kann. Bei der Anlagenplanung sind insbesondere diejenigen Bauteile zu berücksichtigen, die später regelmäßig gewartet werden müssen - etwa die Filter und Brandschutzklappen. Nur bei ordnungsgemäßer Wartung ist ein hygienischer und sicherer Betrieb der Lüftungsanlage gewährleistet.

Welche Kosten kommen auf mich zu?
Die Kosten für ein zentrales Lüftungssystem inklusive sachgemäßer Installation durch einen Fachbetrieb können durchaus 10.000 EUR oder mehr betragen. Bei einer Anlage mit Wärmepumpe liegt der Kostenpunkt noch höher. Wärmepumpen bieten allerdings den Vorteil, dass sie auch als Heizung nutzbar sind und zudem staatlich gefördert werden. Kleinere, dezentrale Lüftungsanlagen wiederum sind sowohl in der Anschaffung als auch in der Installation deutlich günstiger. Hier müssen Hausbesitzer je nach Anlage mit etwa 2.500 EUR inklusive Einbau rechnen.

Bei der Wahl des geeigneten Lüftungssystems sollte der Zustand des Hauses unbedingt berücksichtigt werden. In einem schlecht gedämmten Altbau rechnet sich ein komplexes Lüftungssystem in der Regel nicht. Anders sieht es bei einem Neubau aus, wo eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ein hohes Einsparpotenzial birgt. Bei uns können Sie sich eingehend beraten lassen, welches Lüftungssystem für Ihre Immobilie infrage kommt.

Den Kauf der Klimaanlage richtig angehen

Sie haben keine Lust mehr im Sommer in Ihren eigenen vier Wänden zu schwitzen und wollen sich eine Klimaanlage kaufen? Mit den richtigen Tipps und Informationen ist dies kein Problem, denn Klimaanlage ist nicht gleich Klimaanlage. Was Sie besonders im Bezug auf den Stromverbrauch beachten sollten, finden Sie hier.

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Neubau: Was Sie in puncto Lüftung beachten müssen

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